Die Überquerung der Ortler-Cevedale-Gruppe

Unter den schönsten Skidurchquerungen der Alpen, in einer großartigen Hochgebirgslandschaft mit langen Passagen über Gletscher.

Die Überquerung der Ortler-Cevedale-Gruppe ist ein spektakuläres Abenteuer in einer weniger bekannten Region, die jedoch den großen Bergen über 4000 m in nichts nachsteht. Es fehlt an nichts: Die Umgebung ist die der Hochalpen, mit Gipfeln bis fast 3800 m, ausgedehnten Gletschern und endlosen Abfahrten in idealem Gelände. Und natürlich dürfen die Hütten nicht fehlen, in denen wir übernachten werden – in atemberaubenden Lagen, vorbildlich geführt und mit viel Leidenschaft und Herzlichkeit betrieben.

Mit unserem Vorschlag werden wir in vier Tagen echten Skitourengehens einige der wichtigsten Gipfel der Gruppe erreichen. Vorausgesetzt wird ein gutes technisches Niveau sowie eine solide Kondition: Die Aufstiege entsprechen dem Schwierigkeitsgrad BSA (Buon Sciatore Alpinista / guter Skibergsteiger) mit Höhenunterschieden bis etwa 1500 m.
Das vorgeschlagene Programm kann leicht angepasst werden: Gute Skifahrer können weitere Gipfel verbinden oder anspruchsvollere Abfahrten wählen. Umgekehrt ist es auch möglich, Höhenmeter und Länge der Tour zu reduzieren, indem Route und Gipfel angepasst werden.


Programm

Treffpunkt

Treffpunkt in Santa Caterina Valfurva am Nachmittag des Vortages für ein Briefing mit dem Bergführer und eine Materialkontrolle. Auf Wunsch geben wir euch Empfehlungen für eine Unterkunft im Ort. Alternativ können wir uns auch direkt am Morgen der Abreise treffen.


Tag 1

Nach einer kurzen Autofahrt zur Località Forni (2150 m) schnallen wir sofort die Ski an und steigen durch das breite Tal in Richtung Forni-Gletscher auf. Kurz bevor wir ihn erreichen, biegen wir nach rechts ab und steigen über die weiten Hänge des Monte San Giacomo, den wir in etwa 4 Stunden erreichen. Wenn die Kräfte es erlauben, können wir in weiteren ca. 2 Stunden bis zum äußerst aussichtsreichen Pizzo Tresero (3594 m) weitergehen.
Die Abfahrt führt uns anschließend zur Rifugio Branca (2493 m), wo wir übernachten.


Tag 2

Am nächsten Morgen betreten wir früh den weiten Forni-Gletscher und nehmen einen der großen Gipfel ins Visier, die vor uns liegen.

Mögliche Ziele sind zum Beispiel:

  • Punta San Matteo (3678 m) – eine lange Gletschertour mit moderaten Steigungen, außer einem kurzen steileren Abschnitt zum Gipfelplateau.
  • Punta Cadini (3524 m) – mit ihrer spektakulären Nordwand (40–45°), eine besonders schöne Auf- und Abfahrt.
  • Palon de la Mare (3703 m) – ein weiterer großer Gipfel direkt über der Hütte, der steilere Passagen (35–40°) mit weiten Gletscherhängen kombiniert.

Es gibt also viele Möglichkeiten für eine großartige Skitour. Nach der Rückkehr zur Hütte steigen wir in etwa 1 Stunde 30 Minuten durch das Val Cedec zum Rifugio Pizzini (2700 m) auf, wo wir die Nacht verbringen.


Tag 3

Das Ziel des Tages ist der Aufstieg auf einen der symbolträchtigsten Berge der Gruppe: den Monte Cevedale (3769 m)über die Vedretta di Cedec.
Landschaftlich ist dies vielleicht der schönste Aufstieg: Wir gelangen in ein weites Tal, das am Ende steiler wird und an einer beeindruckenden Seraczone vorbeiführt. Sobald wir den sanften Gipfelgletscher (Zufallferner / Vedretta del Cevedale) erreichen, führt ein kurzer Abschnitt zu Fuß mit Steigeisen und Pickel schließlich zum Gipfel.
Die Abfahrt ist sehr angenehm über mäßig steiles Gelände und bringt uns auf die Südtiroler Seite, wo wir in der Marteller Hütte / Rifugio Martello (2610 m) übernachten.


Tag 4

Der heutige Tag beginnt mit einer Abfahrt: Vom Rifugio fahren wir etwa 200 Höhenmeter hinunter auf die weite Ebene darunter. Dort ziehen wir wieder die Felle auf und steigen durch das lange Tal in Richtung Langenferner / Vedretta Lunga auf, bis wir am Ende das Rifugio Casati (3269 m) erreichen (geschlossen).
Mit einem kurzen weiteren Anstieg können wir die aussichtsreiche Sulden Spitze / Cima Solda (3387 m) erreichen – ein echter Balkon mit Blick auf die spektakuläre Pyramide des Gran Zebrù und die weiten Gletscher des Cevedale.
Eine lange Abfahrt, vorbei am Rifugio Pizzini und anschließend durch das Val Cedec, bringt uns schließlich zurück zum Auto.


Extras und Varianten

Es ist auch möglich, die Tour von anderen Seiten der Ortler-Cevedale-Gruppe zu beginnen oder zu beenden, zum Beispiel von Sulden/Solda, Val Martello oder Pejo.

Für sehr fitte und technisch starke Skifahrer kann auch der Aufstieg auf den Gran Zebrù (3857 m) vom Rifugio Pizzini aus in Betracht gezogen werden. Je nach Schneeverhältnissen und nach Überprüfung des Niveaus der Teilnehmer behält sich der Bergführer die endgültige Entscheidung über diesen Aufstieg vor.

RouteHöhenmeter AufstiegHöhenmeter AbfahrtSkitechnische SchwierigkeitAufstiegsdauer
Pizzo Tresero 3594m1400m1100mBSA5 std
San Matteo 3678m / Palon de la Mare 3703m1250m1300mBSA5 std + 1.30 std
Monte Cevedale 3769m1100m1200mBSA5 std
Cima Solda 3387m1000m1300mBSA4 std

Wann

22.–25. April 2026

Preis

2 Teilnehmer – 800 € / Person
3 Teilnehmer – 600 € / Person
4 Teilnehmer – 500 € / Person
5 Teilnehmer – 450 € / Person

Im Preis inbegriffen

  • Begleitung durch einen UIAGM/IFMGA Bergführer
  • Haftpflichtversicherung (RC)

Im Preis nicht inbegriffen

  • Halbpension und zusätzliche Konsumationen in den Hütten
  • Halbpension des Bergführers (auf die Teilnehmer aufzuteilen)
  • Transfers
  • Technische Ausrüstung (Gurt, Helm, Steigeisen, Pickel, Sicherungsschlinge mit Karabiner)*
  • Alles, was nicht ausdrücklich unter „Im Preis inbegriffen“ aufgeführt ist

* Technische Ausrüstung kann ausgeliehen werden zu folgenden Preisen:

  • Steigeisen – 15 €
  • Pickel – 10 €
  • Klettergurt – 10 €
  • Helm – 5 €

Was mitzubringen ist

  • Skitourenski
  • Steigfelle (am besten zwei Paar)
  • Skitourenschuhe
  • Skistöcke
  • LVS-Gerät (Lawinenverschüttetensuchgerät)
  • Schaufel
  • Sonde
  • Klettergurt
  • Sicherungsschlinge mit Schraubkarabiner
  • Pickel
  • Steigeisen
  • Helm
  • Geeignete Bekleidung für Hochgebirge, inklusive warmer Handschuhe und warmer Daunenjacke
  • Thermoskanne mit warmem Tee
  • Snacks
  • Hüttenschlafsack
  • Wechselkleidung
  • Rucksack mindestens 30–35 L

FAQ

1. Welches Skilevel wird für die Teilnahme verlangt?
Wir erwarten von den Teilnehmern Erfahrung im Skitourengehen mit einem guten technischen Niveau sowohl im Aufstieg als auch in der Abfahrt.

2. Wo startet die Tour?
Die vorgeschlagene Tour beginnt im Ort Santa Caterina Valfurva in der Provinz Sondrio.

3. Wie sollte ich mich während der Touren kleiden?
Da es sich um eine Hochgebirgstour handelt, benötigen wir Bekleidung für niedrige Temperaturen (warme Daunenjacke, Thermounterwäsche, leichte und warme Handschuhe). Vergesst außerdem Wechselkleidung für die Hütte nicht.

4. Welche körperliche Vorbereitung ist erforderlich?
Wir werden lange Strecken über 3000 m Höhe unterwegs sein, wodurch die Belastung größer ist als in niedrigeren Lagen. Außerdem sind wir vier Tage hintereinander auf Skiern unterwegs. Eine gute körperliche Vorbereitung ist daher unerlässlich.
Als Richtwert solltet ihr in der Lage sein, Touren mit etwa 1500–1700 Höhenmetern ohne größere Probleme zu bewältigen.

Per maggiori informazioni, conoscere le disponibilità e avere un preventivo:

Contattaci ora!